06 Juli 2010

Ängstliche, unsichere Hunde

Info

Ein ängstlicher Hund steht konstant unter Stress. Physiologisch bedeutet das, dass sich der Körper auf Kampf oder Flucht vorbereitet: Blutdruck, Puls, Atemfrequenz steigen, Adrenalin wird vermehrt produziert, alle Energiereserven aktiviert. Aber wenn es keinen Kampf oder keine Flucht gibt, in denen die Energie wieder abgebaut wird, kann der Körper den Stress nicht verarbeiten. Dauerhafter Stress führt zu erhöhtem Vitamin- und Mineralverbrauch, besonders von Magnesium und Zink.

Ein Hund, der ständig unter Stress steht, braucht vermehrt körperliche Betätigung als Ventil um „Dampf abzulassen“. Angst bzw. Stress als Dauerzustand machen krank; Angst und Stress blockieren das Lernvermögen.

Ratschläge
  • Um den Hund nicht ständig zu unterwürfigem Verhalten zu veranlassen, sollte man einen ängstlichen Hund mit viel Geduld behandeln und ihn zu nichts zwingen. 
  • Die Stimme sollte leise, der Umgang ruhig sein. 
  • Ein unsicherer Hund braucht sehr viel Lob, wenn er etwas gut macht; Erfolgserlebnisse helfen ihm, Selbstvertrauen aufzubauen. 
  • In Situationen, in denen der Hund mit dem Angst machenden Stimulus konfrontiert wird, sollte man den Hund komplett ignorieren – nicht ansehen, nicht anfassen, nicht ansprechen. D.h. nicht versuchen, den Hund zu beruhigen, zu trösten etc. 
  • Alle Beruhigungsversuche werden von Hunden anders interpretiert, als von uns beabsichtigt: 1. Man bestätigt die Angst des Hundes durch die vermehrte Aufmerksamkeit und 2. schlussfolgert er, dass diese Situation seinem Menschen auch Angst macht. 
  • In einer Angst machenden Situation braucht ein Hund einen souveränen Menschen, an dem er sich orientieren kann, der ihm durch selbstbewusstes Auftreten vermittelt, dass er die Situation unter Kontrolle hat und daher der Angst seines Hundes keine besondere Aufmerksamkeit schenkt. 
  • Wenn sich der Hund seinem Menschen Schutz suchend nähert, lässt man diese Nähe auf jeden Fall zu, man ignoriert ihn aber weiter.

01 Juli 2010

Legende: Man kann mit der Erziehung von Hunden nicht vor dem 8. Monat beginnen

Total verkehrt!

Die Erziehung beginnt am ersten Tag, an dem der Hund in unser Leben tritt. Erziehung heißt, den Hund auf ein Zusammenleben mit uns sowie mit der Gesellschaft vorzubereiten. Er muss die Regeln für das Zusammenleben kennen lernen. Er muss wissen, was wir von ihm erwarten, was erlaubt ist, was verboten. Wenn man erst mit 8 Monaten mit der Erziehung beginnt, fängt man just zu einem Zeitpunkt an, an dem die Hormone der Pubertät unseren Hund rebellischer machen. (Genauso wie bei Menschenkindern).

30 Juni 2010

Züchter und Geschäften, die Hunde und Katzen verkaufen

Es erschreckend zu sehen, wieviele skrupellose "Züchter" aus reiner Gewinnsucht Hunde "fabrizieren". Die Tiere sind ihnen dabei vollkommen egal; es geht einzig und allein ums Geld. Daher bitte ich Sie vorsichtig zu sein, wenn ein sogenannter Züchter
  • mehr als nur eine Rasse züchtet oder verkauft
  • das Muttertier bei jeder Läufigkeit decken lässt (Alter der Mutter/Anzahl der Würfe alphabetisch, z.B. D-Wurf, wäre der 4. Wurf, alle Welpennamen beginnen mit D)
  • die Welpen mit weniger als 8 Wochen von der Mutter trennt
  • mit irgendwelchen Weibchen oder Rüden züchtet, bei der Auswahl der Elterntiere nur nach dem Aussehen geht, aber nicht nach ihrer Gesundheit (Erbkrankheiten z.B. Hüftdisplasie), und auch den Charakter der Elterntiere vollkommen außer Acht lässt. Verhalten und Wesen vererben sich auch! D.h. Angst und aggressives Verhalten haben u.a. auch genetischen Ursprung.
  • Welpen unterschiedlichen Alters ha
  • weder den Ort, wo die Welpen leben noch die Mutter zusammen mit den Welpen zeigt.
Generell seien Sie vorsichtig mit Geschäften, die Hunde und Katzen verkaufen. Viele von ihnen kaufen die Tiere bei dubiosen Händlern, die Welpen mit gefälschten Papieren aus Vermehrungsanstalten aus Osteuropa besorgen. Außerdem würde kein verantwortungsvoller Züchter seine Welpen an Geschäfte oder Händler verkaufen. Lesen Sie sich das Dokument "Hundevermehrer" durch, um sich ein Bild von den grausamen Zuständen zu machen, unter denen dort Hunde vermehrt werden. Die Wahrscheinlichkeit ein Tier zu kaufen, das später gesundheitliche Probleme hat oder verhaltensauffällig ist, ist viel größer, als wenn sie einen Welpen bei einem seriösen Züchter kaufen. Bedenken Sie bitte, dass es solange solche Angebote geben wird, solange Nachfrage besteht.

Seien Sie bitte auch vorsichtig mit Privatleuten, die einfach nur mal so ihre Hündin haben decken lassen. Diese Leute wissen oft nichts über die korrekte Aufzucht und Pflege von Welpen. Sie wollen sich nur nebenbei etwas verdienen und kein Geld für die Welpenaufzucht ausgeben, daher geben Sie auch sehr häufig die Jungen unter 8 Wochen ab.

Vorsicht! Denn langfristig muss zuerst der neue Besitzer mit den Konsequenzen leben: kranker Hund, ängstlicher Hund, aggressiver Hund etc., etc., etc. Aber leider zahlt immer der Hund die letzte Rechnung: Er landet im Tierheim oder wird eingeschläfert.

15 Juni 2010

Problematischer Hund durch Besitzer

Ein Grund, warum Hunde heutzutage zu Problemhunden werden, die man loswerden will, ist das total langweilige Leben, das viele Hunde führen müssen. Dreimal am Tag werden sie für eine Viertelstunde an der Leine um den Block geführt . Fertig. Verbleiben 23 ein Viertel Stunden, die der Hund möglichst unauffällig verbringen soll. Besonders tagsüber, wenn die Besitzer arbeiten, ist der Hund genötigt, Stunden über Stunden totzuschlagen . Das Entwickeln von unerwünschtem Verhalten ist vorprogrammiert.

Ein anderer Grund ist, dass viele Menschen ihren Hund vermenschlichen. Ein Hund ist und bleibt ein Hund, der nur wie ein Hund denkt, reagiert, kommuniziert. Nie wie ein Mensch ! Bitte hören Sie damit auf, das Verhalten Ihres Hundes aus menschlicher Sicht zu interpretieren!